Satzung

 

§ 1 Name, Sitz, Vereinsregister, Geschäftsjahr und Selbstverständnis

1. Der Verein führt den Namen „Alevitische Gemeinde Deutschland “ („Almanya Alevi Birlikleri Federasyonu“). Die Abkürzung des Vereinsnamens lautet: „AABF“.

2. Die AABF hat ihren Sitz in Köln.

3. Die AABF ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Köln eingetragen.

4. Das Geschäftsjahr der AABF ist das Kalenderjahr.

5. Die AABF versteht sich als eine Religionsgemeinschaft im Sinne der deutschen Rechtsordnung und vertritt die in Deutschland lebenden Aleviten in allen Bereichen des täglichen Lebens auf nationaler und soweit erforderlich auch auf europäischer Ebene.

6. In diesem Rahmen entfaltet die AABF ihre Tätigkeit auch im zivilgesellschaftlichen Bereich. In diesem Sinne kann die AABF gegebenenfalls mit nationalen sowie internationalen staatlichen wie nichtstaatlichen Organisationen und Institutionen wie namentlich mit den Vereinten Nationen, der Europäischen Union, dem Europäischen Rat und der UNESCO, dem UNICEF sowie dem Europäischen Rat für Menschenrechte gemeinsame Projekte und Aktionen auf kultureller sowie sozialer Ebene durchführen.

7. Die AABF ist Mitglied der Alevitischen Union Europa e.V.

8. Die AABF errichtet bei Bedarf in anderen Ländern Repräsentanzen.


§ 2 Zweck und Ziele der AABF

1. Die AABF vertritt die Interessen ihrer Mitgliedsgemeinden gegenüber Dritten, seien diese juristischen oder natürlichen Personen öffentlich-rechtlicher oder privatrechtlicher Natur. Die AABF setzt sich für die Befriedigung religiöser, kultureller und sozialer Bedürfnisse ihrer Mitglieder ein und bemüht sich um die Integration der Aleviten in die deutsche Gesellschaft unter Bewahrung alevitischer Glaubensidentität und alevitischer Kultur.

2. Die AABF unterstützt ihre Mitglieder bei der Errichtung von Gebetshäusern (Cemevi) sowie Bibliotheken mit spezieller Literatur über die Glaubenslehre der Aleviten, der alevitischen Kultur und Philosophie. Sie bemüht sich, den Inhalt des alevitischen Glaubens und die gesamte Kulturtradition nach außen bekannt zu machen. Die AABF bemüht sich um das kulturelle Erbe alevitischer Würdenträger, wie Dichter, Geistliche und andere Persönlichkeiten.

3. Die AABF setzt sich dafür ein, dass an öffentlichen Schulen in Deutschland Religionsunterricht nach dem Bekenntnis und Selbstverständnis des alevitischen Glaubens im Sinne des Art. 7 Abs. 3 des Grundgesetzes eingeführt wird. Sie setzt sich dafür ein, dass an einer staatlichen Universität ein Lehrstuhl für das Alevitentum eingerichtet und Lehrer für den Religionsunterricht ausgebildet werden. Sie setzt sich auch dafür ein, dass die AABF als eine Körperschaft des öffentlichen Rechts im Sinne des Grundgesetzes anerkannt wird.

4. Die AABF versteht die kulturelle Vielfalt als eine Bereicherung und Chance der zivilen Gesellschaft. Sie fördert daher ihre Mitglieder beim friedlichen Zusammenleben mit Menschen unterschiedlichen religiösen Bekenntnisses und kultureller sowie ethnischer Herkunft. Sie setzt sich für Gleichberechtigung und Gleichbehandlung aller Gesellschaftsmitglieder ein. Sie fördert die Integration zwischen der Mehrheitsgesellschaft und den Migranten in Deutschland. Die AABF unterstützt die Verbreitung universeller Werte und setzt sich entschieden gegen Rassismus, religiösen Fanatismus und Diskriminierung von Minderheiten ein.

Seiten: 1 2