Seelsorge

 

 

 

 

 

Die Alevitische Gemeinde Deutschland bildet Geistliche in der Seelsorge aus

 Projektvorstellung –  „Qualifizierung von ehrenamtlichen alevitischen Geistlichen in der Seelsorge“

 

Seelsorge und Wohlfahrtspflege sind zentrale Themen mit denen sich nahezu alle Religionsgemeinschaften auseinandersetzten. Insbesondere sehen wir heutzutage den Bedarf für Seelsorge in Kliniken, Hospizen und Justizvollzugsanstalten, wo alevitische Geistliche unterrepräsentiert sind, um den Bedarf am seelischen Beistand von Menschen mit Alevitischem Glauben zu erfüllen. Um die geschilderte Lücke zu füllen, hat die Alevitische Gemeinde Deutschland (AABF) das Projekt „Qualifizierung von ehrenamtlichen alevitischen Geistlichen in der Seelsorge“ gestartet.

Das Projekt wird zunächst in NRW durchgeführt. Ziel des Projektes ist es in erster Linie alevitische Geistliche beiderlei Geschlecht in der Seelsorge zu schulen. Im Anschluss an die Schulungen sollen die Geistlichen für Seelsorge in Kliniken, Hospizen und Justizvollzugsanstalten zu Verfügung stehen.

 

Die Inhalte der Schulungen umfassen sieben Module:

Modul 1           Alevitische Seelsorge in Deutschland

Modul 2           Interkulturelle Kommunikation

Modul 3           Kollegiale Beratung und Supervision

Modul 4           Konfliktmanagement

Modul 5           Kliniken

Modul 6           Hospizen

Modul 7           Justizvollzugsanstalten

 

Beim ersten Modul Alevitische Seelsorge in Deutschland wird ein Konzept für die Alevitische Seelsorge in Deutschland skizzenhaft vorgestellt. Dabei ist es auch wichtig Erfahrungen aus Anatolien, was als Kernland der Aleviten zu betrachten ist, mit in Betrachtung zu ziehen und sich auf die Chancen und Herausforderungen der Alevitischen Seelsorge in Deutschland zu konzentrieren. In dem Fall stellen die Grundsätze für eine Alevitische Seelsorge einen Leitfaden dar. Um ebenfalls die Rahmenbedingungen für die Errichtung eines Hilfesystems in Deutschland besser zu erfassen, wird den Teilnehmenden eine Einführung desSozialsystemsin der Bundesrepublik Deutschland geboten.

Beim zweiten Modul werden die Teilnehmenden darin geschult Kompetenzen für aktives Zuhören und geeignete Fragetechniken zu entwickeln, um dies zu ermöglichen sollen die Teilnehmenden eine Sensibilität für interkulturelle Kommunikation entwickeln. Empathie und Ambiguitätstoleranz ist dabei eine wichtige Basis, um gegebenenfalls schwierige Gespräche führen zu können.

Das dritte Modul umfasst die kollegiale Beratung und die Supervision, dabei werden die Teilnehmenden darin geschult, dass diese eine Sensibilität für das Erkennen von eigenen Gefühlen und Bedürfnissen entwickeln. Ziel dabei soll es sein, sowohl die Grenzen der eigenen Belastbarkeit zu erfahren, als auch professionelle Distanzen wahren zu lernen. Die Supervision soll dazu dienen, die eigenen Handlungen im Ehrenamt zu reflektieren, die eigenen Stärken für sich und die Teamarbeit sichtbar zu machen und somit eine Kompetenzerweiterung zu erzielen.

Beim vierten Modul unter dem Namen Konfliktmanagement geht es um die Schulung der Teilnehmenden in Konfliktsituationen, da sie ggfs. in Konflikten zwischen Institutionen und Familien vermitteln werden. Des Weiteren werden die Teilnehmenden darin ausgebildet, Konfliktsituationen zu erkennen und dafür Lösungsansätze zu entwickeln.

Die Schulungen der weiteren Module Kliniken, Hospizen und Justizvollzugsanstalten werden parallel zueinander verlaufen, dabei werden die Teilnehmenden in drei Gruppen unterteilt.

Voraussetzung für die Zusammenarbeit mit Kliniken, Hospizen und Justizvollzugsanstalten ist ein Umgang mit Krankheit, Trauer, Tod und Straffälligkeit. Außerdem ist es auch wichtig, dass den Teilnehmenden der rechtliche Rahmen vertraut gemacht wird.

 

 

 

 

Çağlar Ekici

Alevitische Gemeinde Deutschland e.V. (AABF)

Stolberger Straße 317

50933 Köln

Tel.: (0221) 94 98 56 – 46

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