Alevitische Geschichte

1967
Gründung der Einheitspartei der Türkei. Diese Partei galt als „Partei von Alevitinnen und Aleviten.“

1968
Die Einheitspartei entsendet nach den Parlamentswahlen acht Abgeordnete in die Große Türkische Nationalversammlung.

1971
Die Einheitspartei beginnt allmählich zu zerbröckeln und wird in der Folgezeit aufgelöst.

1976
Ausschreitungen gegen die alevitische Bevölkerung in Malatya, die noch von weiteren in den Jahren 1978 (Kahramanmaraş), 1979 (Sivas) und 1980 (Çorum) gefolgt werden sollten.

1986
Gründung der ersten alevitischen Vereine in Europa.

1989
Veröffentlichung einer Deklaration zum Alevitentum „Alevilik Bildirgesi“ in Hamburg.

1991
Gründung der „Föderation von alevitischen Gemeinden in Deutschland“. Umbenennung in „Föderation der Aleviten Gemeinden in Deutschland“ im Jahre 1992.

1993
Beim Massaker von Sivas am 2.Juli 1993 sterben während der Veranstaltung „Pir Sultan Abdal“ 35 Menschen, überwiegend alevitische Künstler.

1995
Ausschreitungen gegen die alevitische Bevölkerung im Istanbuler Vorort Gaziosmanpaşa.

1999
Gründung der „Alevitisch-Bektaschitischen Repräsentantenversammlung“ in Ankara.

2000
Alevitisches Festival „Epos des Jahrtausends- Bin Yılın Türküsü“ mit 17.000 Besuchern, am 13. Mai 2000 in Köln.

2002
Der alevitische Dichter und Musiker Mahzuni Şerif stirbt am 17. Mai in Köln und wird in Hacıbektaş (Türkei) beigesetzt. Er hinterlässt hunderte von Gedichten und Liedern.

 

Gründung der „Alevitischen Union Europa“, des Dachverbands der Alevitischen Föderationen in Europa am 18.Juni 2002.

An Berliner Schulen wird ab August 2002 zum ersten Mal in der alevitischen Geschichte alevitischer Religionsunterricht (ARU) erteilt.

Das alevitische Festival „Epos des Jahrtausends“ wird in der Türkei, in Istanbul am 5. Oktober 2002 aufgeführt.

Die „Föderation der Aleviten Gemeinden in Deutschland e.V.“ wird umbenannt in „Alevitische Gemeinde Deutschland e.V.“

Seiten: 1 2 3 4