Erinnerung – Gedenken – Verantwortung

Die Bundesrepublik Deutschland erhält und unterhält eine ganze Reihe von ehemaligen Konzentrationslagern der NS-Diktatur als Museen oder Gedenkstätten, um ein mahnendes Zeichen gegen die Vernichtung von Menschen im Holocaust, gegen die Gewalt und Barbarei vor und während des 2. Weltkrieges zu setzen.

Ein weiteres Beispiel für vorbildliche Übernahme von historischer und menschlicher Verantwortung ist das, was nach dem Brandanschlag von Solingen 1993, bei dem 5 türkeistämmige Menschen getötet wurden, geschehen ist.

Der spätere Bundespräsident und damalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Johannes Rau, bezeichnete diese grausame Tat als den traurigsten Tag seines Lebens. Den Überlebenden des Anschlags wurden neue Wohnmöglichkeiten geboten und auf das Grundstück des abgebrannten Hauses zum Gedenken fünf Bäume gepflanzt und eine Gedenkstätte errichtet.

Wir Alevitinnen und Aleviten fordern genau diese Menschlichkeit beim Umgang mit den Massakern an allen kulturellen, ethnischen und religiösen Gemeinschaften aus der Türkei.

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