Selbstdarstellung

Kommunal engagiert – bundesweit etabliert

Die Alevitische Gemeinde Deutschland (türkisch: Almanya Alevi Birlikleri Federasyonu, Abk.: AABF) ist die einzige Dachorganisation der in Deutschland lebenden Alevitinnen und Aleviten und vertritt nach jüngsten Untersuchungen des Bundesministeriums des Inneren (BMI, Muslimisches Leben in Deutschland, 2009) ca. 255.000 bis 275.000 Aleviten in Deutschland.

Für die in Deutschland lebenden anatolischen Aleviten hat die AABF somit einen Alleinvertretungsanspruch. Sie stellt mit dieser vertretenen Gruppe eine der größten von Menschen mit Migrationshintergrund gegründeten Organisationen in der Bundesrepublik dar.

Mit ca. 500.000 bis 800.000 Angehörigen bildet das Alevitentum eine der großen Religionsgemeinschaften in Deutschland.

Die Alevitische Gemeinde Deutschland ist eine anerkannte Religionsgemeinschaft nach Art. 7 Abs. 3 des Grundgesetzes und vertritt als berufenes Mitglied der Deutschen Islam Konferenz sowie des Integrationsgipfels der Bundesregierung die Interessen ihrer Verbandsmitglieder.

Im Unterschied zu vielen anderen Organisationen ist die Alevitische Gemeinde Deutschland ein deutsches Phänomen – sie hat einen Verband gegründet, der keine Vorläuferstrukturen in der Türkei hatte.

Zu den wichtigsten Errungenschaften der Alevitischen Gemeinde Deutschland gehören die Renaissance des alevitischen Glaubens und der alevitischen Lehre in Deutschland sowie die Einführung des alevitischen Religionsunterrichts in mittlerweile 8 Bundesländern.

Die Etablierung der alevitischen Glaubenslehre in Lehre und Forschung an deutschen Universitäten sowie die Anerkennung der AABF als Körperschaft des öffentlichen Rechts sind die bedeutendsten Ziele auf der politischen Agenda des Verbandes.

Die Alevitische Gemeinde Deutschland ist Mitglied der Alevitischen Union Europa.

Zu den originären Aufgabenfeldern der Alevitischen Gemeinde Deutschland gehören u.a.:

  • Revitalisierung des Alevitentums in Deutschland und in der Türkei
  • Verschriftlichung und Veröffentlichung der alevitischen Lehre
  • Förderung des interreligiösen Dialogs und der interreligiösen Zusammenarbeit
  • Beratung von Politik und Gesellschaft
  • Etablierung einer Gedenk- und Erinnerungskultur
  • Antidiskriminierung und Menschenrechtsbildung
  • Förderung und Bekräftigung einer demokratischen Bewusstseinsbildung
  • Professionalisierung & Qualifizierung von Einrichtungen und Organisation der Einwanderungsgesellschaft
  • Förderung des Dialogs und der Zusammenarbeit mit religiösen, kulturellen und ethnischen Gemeinschaften aus der Türkei in der deutschen und europäischen Diaspora
  • Sensibilisierungs-, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit