Über uns

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Alevitische Gemeinde Deutschland – Gemeinsam für Vielfalt

Die Alevitische Gemeinde Deutschland e.V. (türkisch: Almanya Alevi Birlikleri Federasyonu, Abk.: AABF) ist die einzige Dachorganisation der in Deutschland lebenden Alevitinnen und Aleviten und vertritt die Interessen der deutschlandweit 160 Mitgliedsgemeinden. Für die in Deutschland lebenden mehrheitlich aus Anatolien stammenden Alevitinnen und Aleviten hat die AABF somit einen Alleinvertretungsanspruch. Sie ist eine der größten von Menschen mit Migrationshintergrund gegründeten Organisationen in der Bundesrepublik und zählt mit ihren ca. 700.000 Angehörigen zu den großen Religionsgemeinschaften in Deutschland.

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Die dem Dachverband angeschlossenen Ortsgemeinden engagieren sich in vielfältiger Weise in den Städten und Kommunen: Zahlreiche Bildungs-, Beratungs-, Kultur-, Sport und religiöse Angebote gehören zum Regelangebot und verstehen sich auch immer als ein Angebot an alle Menschen in der Region, unabhängig von Herkunft und Religion. In enger Kooperation mit den kommunalen Regeleinrichtungen und getreu dem Leitbild Gemeinsam für Vielfalt leben und praktizieren die alevitischen Gemeinden ein gesellschaftliches Miteinander.

Die Alevitische Gemeinde Deutschland ist eine anerkannte Religionsgemeinschaft nach Art. 7 Abs. 3 des Grundgesetzes und vertritt als berufenes Mitglied der Deutschen Islam Konferenz sowie des Integrationsgipfels der Bundesregierung die Interessen ihrer Verbandsmitglieder.

Im Unterschied zu vielen anderen Organisationen ist die Alevitische Gemeinde Deutschland ein deutsches Phänomen, die keine Vorläuferstrukturen in der Türkei hat. Zu den wichtigsten Errungenschaften der Alevitischen Gemeinde Deutschland gehören die Renaissance des alevitischen Glaubens und die Etablierung der alevitischen Lehre und Forschung an deutschen Universitäten sowie die Einführung des alevitischen Religionsunterrichts in mittlerweile 8 Bundesländern. Die Anerkennung der AABF als Körperschaft des öffentlichen Rechts sind die bedeutendsten Ziele auf der politischen Agenda des Verbands.

Die Alevitische Gemeinde Deutschland ist Mitglied der Alevitischen Union Europa.

Mission und Ziele

Die Würde des Menschen ist unantastbar – Eine tägliche Aufforderung

Die Menschenwürde macht keine Unterschiede zwischen Mann und Frau, zwischen Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte, zwischen Menschen mit und ohne Behinderung, zwischen gläubigen und ungläubigen Menschen oder zwischen Hetero-,  Homo- oder Transsexualität. Und doch erleben, sehen und erfahren wir tagtäglich, wie Menschen aufgrund ihres Glaubens, ihrer Ethnie, Weltanschauung, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Behinderung erniedrigt, ausgegrenzt und diskriminiert werden, ja sogar Gewalt erfahren. Als Alevitinnen und Aleviten kennen wir das Leid der Verfolgung, Missachtung und Ausgrenzung, dem auch heute noch viele in der Türkei ausgesetzt sind. Für uns ist es daher eine Verpflichtung, überall dort unsere Stimme zu erheben und uns zu engagieren, wo Menschen in ihrer Würde verletzt werden. Es ist eine tägliche Aufforderung, der wir uns im Alltag sowie in der Verbands- und Projektarbeit stellen.

Wir wollen Veränderung gestalten – Gemeinsam für Vielfalt

Gemäß unserer Satzung und unseres gelebten Leitbilds Gemeinsam für Vielfalt arbeiten wir daran, egal ob verbandsintern durch Schulungs- oder Beratungsangebote oder durch unsere Projektarbeit, Handlungs- und Diskursräume zu schaffen, die dem Ziel eines friedlichen und toleranten Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher religiöser Bekenntnisse, verschiedener kultureller und ethnischer Herkunft sowie differenten Lebensformen dienen. Als Verband wollen wir diesen Veränderungsprozess zu mehr Gleichberechtigung und Gleichbehandlung mitgestalten und eine hörbare Stimme sein.

  • Eine Stimme, die sich für die Unantastbarkeit der Menschenwürde stark macht.
  • Eine Stimme, die gegen Diskriminierung und Rassismus ihr Votum einlegt.
  • Eine Stimme, die für ein friedliches und weltoffenes Miteinander in Vielfalt streitet. 

Gemeinsam für Vielfalt.

Bundesvorstand

Der Bundesvorstand koordiniert und steuert die Arbeit der Alevitischen Gemeinde Deutschland. Hier finden Sie sowohl den geschäftsführenden Vorstand, als auch eine Liste des gesamten Bundesvorstands. 

Hüseyin Mat

Hüseyin Mat

Vorsitzender

Aziz Aslandemir

Aziz Aslandemir

stellv. Vorsitzender

Ufuk Çakır

Ufuk Çakır

Generalsekretär

Gülay Kurtyiğit

Gülay Kurtyiğit

stellv. Generalsekretärin

Sibel Turan

Sibel Turan

Finanzvorstand

Melek Şahin

Melek Şahin

stellv. Finanzvorstand

Müslüm Kaya

Müslüm Kaya

Vorsitzender Geistlichenrat

Gesamter Bundesvorstand 2018 - 2021
Hüseyin Mat
Vorsitzender
Aziz Aslandemir Stellv. Vorsitzender
Ufuk Çakır Generalsekretär
Gülay Kurtyiğit Stellv. Generalsekretärin
Sibel Turan Finanzvorstand
Melek Şahin Stellv. Finanzvorstand
Bülent Uğur Vorstandsmitglied
İbrahim Emre Vorstandsmitglied
Nurhan Arslan Vorstandsmitglied
Fuat Ateş Vorstandsmitglied
Taner Boyraz Vorstandsmitglied
Togay Işıklı Vorstandsmitglied
Ercan Kara Vorstandsmitglied
Özgür Öz
Ersatzvorstandsmitglied
Özkan Lafatan Ersatzvorstandsmitglied
Adnan Önder Ersatzvorstandsmitglied

Organe des AABF

Unser Verband ist in verschiedene Organe gegliedert. Hier finden Sie eine Übersicht dieser Organe und Informationen zu Ihrer Aufgabe und Arbeit. 

Die Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung ist das oberste Entscheidungsorgan der AABF. Die ordentliche Mitgliederversammlung findet jährlich statt. Die Mitglieder der AABF üben ihre Mitgliedschaftsrechte durch Delegierte in der Mitgliederversammlung aus.

Der Vorstand

Der Vorstand der AABF besteht zunächst aus zwölf Mitgliedern und drei Ersatzmitgliedern. Sie werden von der Mitgliederversammlung für die Dauer von drei Jahren in geheimer Wahl gewählt. Die/Der Vorsitzende des Geistlichenrats, des Jugendverbands „Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland“ (BDAJ) und des Frauenverbands (Bund der Alevitischen Frauen) sind ordentliche Mitglieder des Vorstands, wobei sie keine anderen Vorstandsämter bekleiden dürfen. Diese Vorsitzende haben bei den Vorstandssitzungen Rede- und Stimmrecht. Mit ihnen erhöht sich die Zahl der Vorstandsmitglieder auf 15.

Der Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht aus fünf Mitgliedern und drei Ersatzmitgliedern. Sie werden in der Mitgliederversammlung für die Dauer von drei Jahren in geheimer Wahl gewählt. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, vor jeder Mitgliederversammlung die Beschlussprotokolle des Vorstandes sowie die Rechnungen der AABF und das Finanzgebaren zu überprüfen und die Mitgliederversammlung über das Ergebnis zu informieren. Darüber hinaus prüft er alle drei Monate die Buchhaltung der AABF.

Der Disziplinarrat

Der Disziplinarrat besteht aus fünf Mitgliedern und drei Ersatzmitgliedern. Er wird in der ordentlichen Mitgliederversammlung in geheimer Wahl für die Dauer von drei Jahren gewählt. Der Disziplinarrat entscheidet auf schriftlichem Antrag des Vorstandes über Verstöße von Mitgliedern gegen die satzungsgemäßen Zwecke und Ziele. Der Vorstand teilt dem Disziplinarrat ebenso die von ihm empfohlene Maßnahme mit. Der Vorstand hat das Recht Verwarnungen und Ermahnungen ohne Zustimmung des Disziplinarrats auszusprechen. Der Disziplinarrat entscheidet über vorübergehende oder endgültige Ausschlüsse aus der Mitgliedschaft. Der Disziplinarrat teilt das Ergebnis seiner Entscheidungen dem Betroffenen, dem Vorstand und den Mitgliedsvereinen schriftlich mit. Gegen Entscheidungen des Disziplinarrats kann nur in der Mitgliederversammlung schriftlich Widerspruch eingelegt werden. Die Entscheidung der Mitgliederversammlung über den Widerspruch ist endgültig.

Der Geistlichenrat

Der Geistlichenrat besteht aus zwölf Geistlichen (Dede-Ana) und einer Vertreterin/einem Vertreter des Vorstands der AABF. Der Geistlichenrat wird in der Mitgliederversammlung der Geistlichen gewählt. Zu dieser Mitgliederversammlung entsenden die Mitgliedsgemeinden jeweils zwei Geistliche (Dede/Ana). Der Geistlichenrat hält seine Mitgliederversammlung alle 3 Jahre ab, wobei der Vorstand zur Mitgliederversammlung lädt. Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll insbesondere beachtet werden, dass möglichst alle alevitischen Glaubensstrukturen und Glaubenszentren vertreten werden. Die originäre Aufgabe des Geistlichenrats ist die religiöse Betreuung der Mitglieder der AABF sowie die Aus- und Fortbildung der Geistlichen. Er entscheidet über Fragen, die den Glaubensinhalt betreffen. Kommt es zu Unstimmigkeiten über einzelne religiöse Fragen oder Praktiken, so entscheidet die nächste Mitgliederversammlung der AABF. Bis zur Mitgliederversammlung ist die Entscheidung des Geistlichenrats maßgebend.
Weitere Informationen über den Geistlichenrat der AABF finden Sie unter
http://www.aabf-inanc-kurumu.com/

Bund der Alevitischen Jugendlichen e.V. (BDAJ)

Der Bund der Alevitischen Jugendlichen e.V. (BDAJ):

  • ist die bundesweit die größte Migrantenjugendselbstorganisation
  • vertritt die Interessen von rund 33.000 Kindern und Jugendlichen
  • ist untergliedert in 95 Ortsvereine und 5 Regionalverbände in 11 Bundesländern
  • ist Mitglied im Deutschen Bundesjugendring (DBJR)
  • ist Mitglied in sechs Landesjugendringen
  • ist Träger der freien Jugendhilfe.

Zu seinen Tätigkeiten gehören:

  • die Organisierung von Bildungsseminaren
  • Bildungsreisen (z.B. nach Dersim, Kocgiri, Hatay)
  • Internationale Jugendbegegnungen (z.B. nach Wien)
  • Workshops
  • Theateraufführungen
  • Festivals
Der Beirat

Zur Förderung der Ziele der AABF beruft der Vorstand alle drei Jahre einen Beirat.
Mitglieder des Beirats setzen sich aus Personen zusammen, die in ihren Fachgebieten Experten sind, und die Ziele der AABF akzeptieren sowie fördern wollen. Die Mitglieder des Beirats wählen aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden, der das Recht hat, als Delegierter an der Mitgliederversammlung der AABF teilzunehmen.
Der Beirat hat beratende Funktion: Er nimmt Stellung zu Fragen, die ihm vom Vorstand und der Mitgliederversammlung gestellt werden. Der Beirat stellt seine Stellungnahmen und Anregungen bei Aufforderung dem Vorstand der AABF und der Mitgliederversammlung zur Verfügung.
Die Beiratsmitglieder treten mindestens einmal jährlich zusammen und werten die ihnen gegebenen Berichte aus. Der Beirat äußert seine Meinung und macht Vorschläge für die Zukunft.

Die AABF Landesvertretungen

Zur besseren Koordinierung der Zusammenarbeit mit den Gemeinden und zwecks besserer Bewältigung der aus der föderalen Struktur Deutschlands entstehenden Aufgaben, gründet die AABF Landesvertretungen. Aktuell gibt es die Landesvertretungen Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hessen, Norddeutschland und Bayern. Die Entscheidung über die Bildung von Landesvertretungen trifft der Vorstand. Die Landesvertretungen haben das Recht, die sich in ihrem Landesgebiet befindenden Mitgliedsgemeinden der AABF nach außen zu vertreten. Die Zusammensetzung und Wahl der Landesvertretungen regelt eine Geschäftsordnung für alle Landesvertretungen einheitlich. Die Geschäftsordnung wird in der Mitgliederversammlung verabschiedet und kann in jeder Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit geändert oder ergänzt werden. Ihre juristische Legitimation beziehen die Landesvertretungen im Innen- und Außenverhältnis aus der juristischen Persönlichkeit der AABF.

Bund der Alevitischen Frauen Deutschland e.V. (AAKB)

Der „Bund der Alevitischen Frauen Deutschland e.V.“ (AAKB Almanya Alevi Kadinlar Birligi) wurde im Jahre 1999 gegründet und setzt sich seit dem für die Integration und Unterstützung alevitischer Frauen und junge Mädchen in Deutschland ein. Dem Dachverband AAKB gehören bundesweit 72 Frauenräte an, die in fünf Bundesländern (NRW, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Nordkreis) durch Landesfrauenverbände organisiert sind.

Kultur- und Kunstrat (KKR)

Um die satzungsgemäßen Ziele der AABF besser zu verwirklichen, errichtet die AABF für alle 3 Jahre Kultur- und Kunstrat. Der KKR arbeitet auf der Grundlage einer eigenen Geschäftsordnung, die in der Mitgliederversammlung der AABF beschlossen wird und dort verändert werden kann. Der KKR führt die Kultur- und Kunstpolitik der AABF bestimmende Tätigkeiten. In diesem Rahmen und auf dem Gebiet der Kultur und Kunst führt er Recherchen durch und liefert konkrete Ergebnisse. Er sorgt mit seiner Arbeit dafür, dass in den Mitgliedsgemeinden und auf Landesebene Veranstaltungen zu bildenden Künsten und Literatur veranstaltet werden, wie Kultur- und Kunstveranstaltungen, Bilderausstellungen, Symposien, Kunsthandwerkausstellungen, Instrumentenausstellungen, Vorträge mit Gedichten und Kompositionen etc. Er fördert insbesondere das Bewusstsein über die Bedeutung der Errichtung von Bibliotheken in den Gemeinden.

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Fax. 0049-221-949856-10

Unsere Satzung

Unter folgendem Link finden Sie die Satzung der Alevitischen Gemeinde Deutschland e.V.

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