Unser Engagement

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Unsere Projekte

Unsere Überzeugungen bilden das Fundament unserer Arbeit. In zahlreichen Projekten engagieren wir uns für die Menschen in unserem Land. Ob für Demokratie und Toleranz, Menschen mit Zuwanderungsgeschichte oder in der Seelsorge.

Lernen Sie unsere Projekte kennen und erfahren Sie mehr darüber, wie und wo wir tätig sind. 

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seit 2009

Meine neue Heimat (MNH) – Ein Vor-Integrationsprojekt

Die vorintegrative Maßnahme der AABF „Meine Neue Heimat“ umfasst u.a.: Die Vorintegration von Drittstaatsangehörigen aus der Türkei, den Auf- und Ausbau von regionalen Beratungsstellen in der Türkei (Standorte: Istanbul, Izmir und Ankara) sowie die Ausbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die Beratung von Zuwanderern und die Durchführung von vorbereitenden Seminaren.

Förderung durch: AMIF und BMI

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Integration ist kein zeitlich begrenzter, sondern ein dauerhafter Prozess. Er stellt Anforderungen an die Aufnahmegesellschaft und an die Zugewanderten. In diesem Sinne sind vorintegrative Maßnahmen in den jeweiligen Herkunftsländern eine strategische Antwort auf die Anforderungen der demografischen und gesellschaftlichen Veränderungen und folgen dem Postulat der sozialen Gerechtigkeit und der Gewährleistung tatsächlicher Gleichbehandlung und Chancengleichheit in der „Neuen Heimat“.

Die vorintegrative Maßnahme der AABF „Meine Neue Heimat“ umfasst u.a.: Die Vorintegration von Drittstaatsangehörigen aus der Türkei, den Auf- und Ausbau von regionalen Beratungsstellen in der Türkei (Standorte: Istanbul, Izmir und Ankara) sowie Ausbildung von Multiplikatoren und Multiplikatorinnen, die Beratung von und die Durchführung von Seminaren für Zuwanderer
Thematische Schwerpunkte der Schulungsinhalte:

  • Visum, Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis
  • Erfordernisse und Chancen der Familienzusammenführung
  • Qualifizierung, Arbeit und Demografie
  • Demokratische Verfassung und politische Systeme in Deutschland (im Sinne einer staatsbürgerkundlichen Aufklärung)
  • Demokratie und Demokratiestärkung
  • Grundlagen des Arbeits- und Sozialrechtes
  • Soziale Systeme der Bundesrepublik Deutschland
  • Migration, Integration und aktuelle, gesellschaftliche Entwicklungen
  • Berufliche Orientierung und Berufswegeplanung
  • Aus- und Weiterbildung sowie Möglichkeiten eines Hochschulstudiums in Deutschland
  • Kulturelle Aktivitäten
  • Ethik und Religion

Weitere Informationen unter http://www.almanya-danismanlik.eu/

Alevitische Gemeinde Deutschland e.V.
Stolberger Str. 317 50933 Köln
Tel: 0221 94 98 56 44
Fax: 0221 94 98 56 10
Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert

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seit 2017

AKTIV! – Aktiv für Demokratie und Toleranz in der Migrationsgesellschaft

Im Zentrum des Projekts steht die Aus- und Fortbildung von Multiplikatoren zu AKTIV-BotschafterInnen. In Kooperation mit dem Jugendverband BDAJ e.V. und der alevitischen Jugend Europa (AAGB) sollen bundesweit 100 BotschafterInnen (davon ca. 20 aus dem europäischen Ausland) für Demokratie und Toleranz aus- und fortgebildet werden.

Förderung durch: ISF und BAFzA

Mehr Informationen zum Projekt

In den letzten Jahren ist eine Zunahme der Radikalisierungsfälle insbesondere junger Menschen in der Migrationsgesellschaft zu beobachten. Der salafistische und islamistische Extremismus stellen eine gesamtgesellschaftliche Bedrohung und eine Herausforderung im Kontext der Prävention und Deradikalisierung dar. Das Projekt „AKTIV! – Aktiv für Demokratie und Toleranz in der Migrationsgesellschaft“ möchte daher islamistisch und salafistisch orientierten Ungleichwertigkeitsideologien entgegenwirken und einen Beitrag für eine demokratische Kultur und ein friedliches Miteinander in der Einwanderungsgesellschaft leisten.

Im Zentrum des Projekts steht die Aus- und Fortbildung von Multiplikatoren zu AKTIV-BotschafterInnen. In Kooperation mit dem Jugendverband BDAJ e.V. und der alevitischen Jugend Europa (AAGB) sollen bundesweit 100 BotschafterInnen (davon ca. 20 aus dem europäischen Ausland) für Demokratie und Toleranz aus- und fortgebildet werden.

Ferner sollen im Rahmen des 3-jährigen Projekts Informationsveranstaltungen organisiert und Netzwerke vor Ort gebildet werden.

Das Projekt wird von der Behörde für den Inneren Sicherheitsfonds (ISF) sowie im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“  vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

 Die zertifizierte Schulung der AKTIV-BotschafterInnen erfolgt in fünf Seminarmodulen:

 Modul 1: Gründe für die Radikalisierung

Welche Strukturen, Bewegungen und Inhalte verbergen sich hinter dem Islamismus und Salafismus? Welche ideologischen, politischen und sozialen Zusammenhänge stärken einen Islamismuns und Salafismus? In diesem Modul geht es vor allem darum, die Gründe und Ursachen für die Radikalisierung (insbesondere von jungen Menschen) zu ermitteln und eine Sensibilisierung zu den verschiedenen Problemlagen des Islamismus und Salafismus zu schaffen.

Modul 2: Inter- und Transkulturalität 

Welchen Beitrag können inter- und transkulturelle Konzepte leisten, damit Probleme und Herausforderungen in der Mehrheitsgesellschaft besser bewältigt werden? In diesem Modul geht es sowohl um die Sensibilisierung zu inter- und transkulturellen Fragen als auch um die Auseinandersetzung mit einseitigen traditionell-kulturellen Denk- und Verhaltensmustern. Des Weiteren werden die (selbst-)kritische Begegnung mit Identitätsängsten, Generationsbruch und Kulturverlust behandelt.

Modul 3: Abbau von Vorurteilen und der Umgang mit Diskriminierungserfahrungen

Wie entstehen Vorurteile und Stereotypen in der Migrationsgesellschaft? Welche Methoden, Konzepte und Instrumente können zum Abbau von Vorurteilen verhelfen? Dieses Modul möchte die verschiedenen Facetten des Themas vertiefen und Strategien für einen reflektierten Umgang mit Vorurteilen, Stereotypen, Diskriminierungen und Benachteiligungen entwickeln.

 Modul 4: Gender- und Geschlechterrollen im Islam

Wie gehen islamistische und salafistische Organisationen mit den Geschlechterrollen um? Welche Rolle spielen patriarchale Strukturen in der Manifestierung von Ehre und Erziehungsvorstellungen?

Dieses Modul thematisiert die Bedeutung des diskriminierenden Frauenbilds und des Geschlechterrollenverständnisses der islamistischen und salafistischen Bewegungen im Kontext des Radikalisierungsprozesses.

Modul 5: Pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Welche Möglichkeiten gibt es, dem Einstieg von jungen Menschen in islamistischen und salafistischen Bewegungen pädagogisch entgegenzuwirken? Wie können Eltern und Familienangehörige sensibilisiert werden? Welche Rolle spielen zivilgesellschaftliche Bewegungen, Netzwerke und Anlaufstellen vor Ort? Welchen Beitrag kann dabei das Projekt „AKTIV!“ leisten? In diesem Modul sollen Handlungsmaßnahmen ausgelotet werden, um jungen Menschen bei Radikalisierungstendenzen pädagogische Hilfestellungen zu ermöglichen. Diese sollen ihnen dabei helfen, sich stärker mit den demokratisch-pluralistischen Werten der Gesellschaft identifizieren zu können.

Kontakt:
Mesut Şat
Projektleitung AKTIV!
Alevitische Gemeinde Deutschland e.V.
Stolberger Str. 317, 50933 Köln
Tel.: (0221) 94 98 56 – 40
Fax: (0221) 94 98 56 – 10
E-Mail: mesut.sat@alevi.com

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Seit 2017 

Qualifizierung von ehrenamtlichen alevitischen Geistlichen in der Seelsorge

Seelsorge und Wohlfahrtspflege sind zentrale Themen für eine Religionsgemeinschaft. Insbesondere sehen wir heutzutage den Bedarf für Seelsorge in Kliniken, Hospizen und Justizvollzugsanstalten, wo alevitische Geistliche unterrepräsentiert sind. Um dies zu verbessern, haben wir das Projekt „Qualifizierung von ehrenamtlichen alevitischen Geistlichen in der Seelsorge“ gestartet.

Förderung durch: BMI

Ergebnisse der Abschlussevaluation

Mehr Informationen zum Projekt

Die Alevitische Gemeinde Deutschland bildet Geistliche in der Seelsorge aus

Projektvorstellung –  „Qualifizierung von ehrenamtlichen alevitischen Geistlichen in der Seelsorge“

Seelsorge und Wohlfahrtspflege sind zentrale Themen mit denen sich nahezu alle Religionsgemeinschaften auseinandersetzten. Insbesondere sehen wir heutzutage den Bedarf für Seelsorge in Kliniken, Hospizen und Justizvollzugsanstalten, wo alevitische Geistliche unterrepräsentiert sind, um den Bedarf am seelischen Beistand von Menschen mit Alevitischem Glauben zu erfüllen. Um die geschilderte Lücke zu füllen, hat die Alevitische Gemeinde Deutschland (AABF) das Projekt „Qualifizierung von ehrenamtlichen alevitischen Geistlichen in der Seelsorge“ gestartet.

Das Projekt wird zunächst in NRW durchgeführt. Ziel des Projektes ist es in erster Linie alevitische Geistliche beiderlei Geschlecht in der Seelsorge zu schulen. Im Anschluss an die Schulungen sollen die Geistlichen für Seelsorge in Kliniken, Hospizen und Justizvollzugsanstalten zu Verfügung stehen.

Die Inhalte der Schulungen umfassen sieben Module:

Modul 1           Alevitische Seelsorge in Deutschland
Modul 2           Interkulturelle Kommunikation
Modul 3           Kollegiale Beratung und Supervision
Modul 4           Konfliktmanagement
Modul 5           Kliniken
Modul 6           Hospizen
Modul 7           Justizvollzugsanstalten

Beim ersten Modul Alevitische Seelsorge in Deutschland wird ein Konzept für die Alevitische Seelsorge in Deutschland skizzenhaft vorgestellt. Dabei ist es auch wichtig Erfahrungen aus Anatolien, was als Kernland der Aleviten zu betrachten ist, mit in Betrachtung zu ziehen und sich auf die Chancen und Herausforderungen der Alevitischen Seelsorge in Deutschland zu konzentrieren. In dem Fall stellen die Grundsätze für eine Alevitische Seelsorge einen Leitfaden dar. Um ebenfalls die Rahmenbedingungen für die Errichtung eines Hilfesystems in Deutschland besser zu erfassen, wird den Teilnehmenden eine Einführung desSozialsystemsin der Bundesrepublik Deutschland geboten.

Beim zweiten Modul werden die Teilnehmenden darin geschult Kompetenzen für aktives Zuhören und geeignete Fragetechniken zu entwickeln, um dies zu ermöglichen sollen die Teilnehmenden eine Sensibilität für interkulturelle Kommunikation entwickeln. Empathie und Ambiguitätstoleranz ist dabei eine wichtige Basis, um gegebenenfalls schwierige Gespräche führen zu können.

Das dritte Modul umfasst die kollegiale Beratung und die Supervision, dabei werden die Teilnehmenden darin geschult, dass diese eine Sensibilität für das Erkennen von eigenen Gefühlen und Bedürfnissen entwickeln. Ziel dabei soll es sein, sowohl die Grenzen der eigenen Belastbarkeit zu erfahren, als auch professionelle Distanzen wahren zu lernen. Die Supervision soll dazu dienen, die eigenen Handlungen im Ehrenamt zu reflektieren, die eigenen Stärken für sich und die Teamarbeit sichtbar zu machen und somit eine Kompetenzerweiterung zu erzielen.

Beim vierten Modul unter dem Namen Konfliktmanagement geht es um die Schulung der Teilnehmenden in Konfliktsituationen, da sie ggfs. in Konflikten zwischen Institutionen und Familien vermitteln werden. Des Weiteren werden die Teilnehmenden darin ausgebildet, Konfliktsituationen zu erkennen und dafür Lösungsansätze zu entwickeln.

Die Schulungen der weiteren Module Kliniken, Hospizen und Justizvollzugsanstalten werden parallel zueinander verlaufen, dabei werden die Teilnehmenden in drei Gruppen unterteilt.

Voraussetzung für die Zusammenarbeit mit Kliniken, Hospizen und Justizvollzugsanstalten ist ein Umgang mit Krankheit, Trauer, Tod und Straffälligkeit. Außerdem ist es auch wichtig, dass den Teilnehmenden der rechtliche Rahmen vertraut gemacht wird.

Kontakt:
Çağlar Ekici
Alevitische Gemeinde Deutschland e.V. (AABF)
Stolberger Straße 317
50933 Köln
Tel.: (0221) 94 98 56 – 46
Fax: (0221) 94 98 56 – 10
E-Mail: caglar.ekici@alevi.com

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Seit 2019

Vom Streit der Kulturen zur Streitkultur

Das Projekt erhebt den Anspruch eine Plattform darzustellen, die sich mit den verschiedensten Themen und Positionen der Gesellschaft beschäftigt, diesen einen sicheren Diskursraum bietet und für normativ gehaltene Werte zur Disposition stellt. Dabei spielen Verortungen als auch Selbst- und Fremdwahrnehmungen eine wichtige Rolle bei der Analyse der gesellschaftlichen Diskurse.

Förderung durch: MKFFI NRW

Mehr Informationen zum Projekt

Mit der geplanten Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Vom Streit der Kulturen zur Streitkultur – Gemeinsam für eine demokratische Gesellschaft der Vielfalt streiten“ sollen kontroverse Debatten, divergierende Meinungen und Haltungen bis hin zu diskriminierenden und gewalttätigen Formen der Auseinandersetzung nicht nur benannt und thematisiert werden, sondern in einem konstruktiven Diskurs des miteinander Redens und auch des Streitens Handlungs- und Konfliktlösungsstrategien erörtert werden, die für ein Zusammenleben in einer demokratischen Gesellschaft der Vielfalt unabdingbar sind. Der Vielfaltsbegriff ist ein Gegenentwurf zur Eindimensionalität in der Kultur. Er ist darin zugleich anspruchsvoll und herausfordernd, weil „Gesellschaft der Vielfalt“ nicht das Nebeneinander, sondern das Miteinander meint. Debatten um verbindende Werte lassen sich in einer demokratischen Gesellschaft nicht politisch verordnen, sie müssen im gemeinsamen Diskurs zivilgesellschaftlicher Akteure erstritten werden. Die Alevitische Gemeinde Deutschland e.V. (AABF) möchte an dieser Stelle einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten und mit dem nachfolgenden Rahmenprogramm und den flankierenden Workshops Kontroversen, Konflikte, aber auch diskriminierende, rassistische und gewalttätige Auseinandersetzungsformen diskutieren sowie Handlungs- und Lösungsstrategien aufzeigen. Entlang den drei thematischen Blöcken „Diskriminierung, Rassismus und Gewalt“, „Konflikte und Konfliktmanagement“ und „Weltethos – Interethischer Polylog der Religionen“ sollen divergierende Weltanschauungen, Glaubenssysteme, Geschlechterorientierungen und Haltungen zu Geschlechterverhältnissen in einem interkulturellen Diskurs zum Thema werden. Dahinter steht die Intention, dass in gemeinschaftlichen Gesprächen eine Debatte um verbindende Werte einer demokratischen Gesellschaft der Vielfalt ermöglicht werden soll.

Unter Einbeziehung der dem Dachverband der AABF zugehörenden 47 Gemeinden in NRW werden die Impulsreferate der Veranstaltungsreihe im Rahmen von Workshops, zu denen ortsansässige Migrantenselbstorganisationen, die kommunalen Integrationsbüros sowie weitere Regeleinrichtungen und zivilgesellschaftliche Organisationen eingeladen werden, landesweit verbreitet. Mit dem didaktischen Format von regionalen Workshops (je Vortrag vier) sollen die Themen stärker interaktiv und individualisierter diskutiert und, durch die Mitwirkung regionaler Ansprechpartner (themenadäquate Regeleinrichtungen und zivilgesellschaftliche Akteure) sollen wohnortnahe weitere Unterstützungs- und Informationsangebote zu den jeweiligen Themen unterbreitet werden. Die entsprechenden Vorträge werden als Video-Impulsreferate den Gemeinden zur Verfügung gestellt und sind so Grundlage für die moderierten Workshops.

Die drei Themenkomplexe:

1.Diskriminierung, Rassismus und Gewalt

Im Eingangsvortrag wird gezeigt, dass Diskriminierung und Rassismus sich in Alltagsdiskursen auf den unterschiedlichsten Diskursebenen äußern. Ethnische und ethnisierende Kennzeichnungen sowie stigmatisierende Zuschreibungen werden exemplarisch dargelegt, die Semantiken analysiert und die auch versteckten Mechanismen von Diskriminierung und Rassismus transparent gemacht. Die weiteren Vorträge und Seminare widmen sich den Themen von sexualisierter Gewalt, intersektionaler Diskriminierungen von LSBTTIQ mit Migrationshintergrund, der Frage nach gleichberechtigter Bildungsteilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund sowie dem bislang nur wenig im Fokus stehenden Thema eines kultursensiblen Gesundheits- und Pflegesystems.

2. Konflikte und Konfliktmanagement

Divergierende Interessenlagen, unterschiedliche kulturelle Prägungen, Erfahrungen von Diskriminierung und Rassismus sowie gesellschaftliche Ethnisierungsprozesse sind Konfliktfelder einer multiethischen Gesellschaft. Im zweiten Themenblock sollen die interkulturellen Konflikträume – ob nun im familiären Umfeld, im schulischen Kontext, im Vereinsleben oder im medialen Raum von Hate Speech und Fake News – offengelegt und diskutiert werden. Im Vordergrund stehen dabei konstruktive Ansätze eines präventiven und intervenierenden Konflikt-managements durch Mediation und konfliktfreie Kommunikation.

3. Weltethos – Interethischer Polylog der Religionen

Für das friedliche und gleichberechtigte Zusammenleben einer auch multireligiösen Gesellschaft stehen insbesondere auch die verschiedenen Religionsgemeinschaften in der Verantwortung. Hinter dem Prinzip der Anerkennung und Gleichstellung von Glaubensgemeinschaften stehen auch Fragen nach den Beiträgen, die die einzelnen Religionen für eine humanistische und auch nachhaltige Gesellschaft erbringen und in kritischer Reflexion auch nach den Beiträgen, die sie den eigenen fundamentalistischen Strömungen entgegensetzen. Im Rahmen von Vorträgen und interreligiösen Polylogforen sollen Anknüpfungspunkte eines interethischen gemeinschaftlichen Programms erschlossen werden.

Kontakt:
Barış Şahin
Projektleitung – „Vom Streit der Kulturen zur Streitkultur“

Alevitische Gemeinde Deutschland e.V. (AABF)
Stolberger Straße 317
50933 Köln
Tel.: (0221) 94 98 56 – 22
E-Mail: baris.sahin@alevi.com

Gefördert vom:

Unser Engagement

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Seit 2020

Agora – mitReden und mitGestalten: Für Demokratie begeistern!

Ziel des Projekts Agora ist mit zielgruppenspezifischen Maßnahmen demokratische Prinzipien der Transparenz und Teilhabe strukturell innerhalb der Alevitischen Gemeinden zu institutionalisieren. Insofern soll eine partizipativere Verbands- und Vereinspraxis innerhalb der Alevitischen Gemeinden in NRW etabliert werden. Sowohl auf Verbandsebene (AABF) als auch auf Gemeindeebene (Insgesamt 6 Gemeinden in NRW) sollen Strukturen aufgebaut werden, mit denen die Selbstartikulation der Gemeinden gestärkt und Orte der Partizipation etabliert werden.

Förderung durch: BMI

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Zur Umsetzung des Projekts werden Demokratieberater*innen (DB) qualifiziert und eingesetzt, die dafür zuständig sind, eine Kommunikation der Transparenz und gleichermaßen einen Handlungsraum der Teilhabe zu realisieren. Mit intervenierenden und präventiven Maßnahmen soll den Vereinsmitgliedern einerseits ein Vorbild durch die DB gezeigt werden und andererseits sollen sie selbst sensibilisiert undermutigt werden, sich aktiv für eine demokratische Vereins- und darüber hinaus Alltagskultur (Demokratie praktizieren) stark zu machen. Um auch Schlüsselakteure und flankierende Verbandsvorstände von der Relevanz, der Angebote der Demokratiestärkung und der politischen Bildung anzubieten, zu überzeugen, soll im Rahmen der Ausbildung zur Demokratieberatung ein von den Teilnehmer*innen erarbeitetes Papier zu „Good Governance innerhalb der Alevitischen Gemeinden“ hergestellt werden.

Ziele des Projekts

1. Sensibilisierung für undemokratische und diskriminierende Einstellungen und Verhaltensweisen:

Neben der generellen Bedeutsamkeit des Themas für eine demokratische Vereinskultur, geht es hier im Besonderen auch um einen uns von vielen Vereinen gespiegelten intergenerationalen Konflikt, der so zum Dialog gebracht werden soll. Thema ist hier auch mit Blick auf die Jugendlichen der Schutz vor radikalfundamentalistischen Orientierungen aufgrund der Identitätsdiffusion. Hier bestehen Bedarfe an präventiven Konzepten der Beratung und des Umgangs.

2. Verbesserung der Kommunikationskultur generell und im Besonderen mit den Gemeinden

Um Vorstandsentscheidungen zu kommunizieren, neue Mitglieder zu gewinnen und ein generell gutes Vereinsklima der Offenheit zu vermitteln, ist eine transparente und einbeziehende Kommunikationskultur entscheidend.

3. Stärkung der Teilhabe in den Vereinsstrukturen

Im Vordergrund steht ein beteiligungsförderndes und -orientiertes Vereinsmanagement, um so eine demokratische Vereinskultur zu etablieren. Bedarfe bestehen hier vor allem im Kontext von Projekt- und Angebotsmanagement und hier in einer beteiligungsorientierten Planung und Umsetzung.

4. Aktivierung zur und Verbesserung der Mitgestaltung von sogenannten „stillen Gruppen“ im Verein (Jugendliche, Frauen, Senior*innen)

Hier soll mit Maßnahmen gezielt angesetzt werden, um diese „stillen Gruppen“ zur Mitgestaltung des Vereinslebens zu motivieren. Neben Empowerment-Schulungen stehen hier vor allem Motivationstrainings und konkrete Hilfestellungen bei der Umsetzung von Angeboten im Vordergrund.

5. Aufzeigen von gesellschaftlichen und politischen Teilhabemöglichkeiten vor Ort

Viele der Gemeinden praktizieren ein Vereinsleben nur innerhalb der eigenen Community. Um eine Stärkung gesellschaftlicher und politischer Teilhabe vor Ort zu erreichen, braucht es zunächst unterstützende Maßnahmen, um interkulturelle Öffnungsprozesse zu initiieren.

Kontakt:

Ayhan Özgül
Projektleitung Agora
E-Mail: ayhan.ozgul@alevi.com

Hazal Kaya
Projektassistenz Agora
E-Mail: hazal.kaya@alevi.com

Alevitische Gemeinde Deutschland e.V.
Stolberger Str. 317, 50933 Köln
Tel.: (0221) 94 98 56 – 46
Fax: (0221) 94 98 56 – 10

Bundesprogramm: www.zusammenhalt-durch-teilhabe.de
BMI: www.bmi.bund.de

Gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“

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Abgeschlossene Projekte
  • PROFEM – Professionalisierung von ehrenamtlichen Führungskräften in Migrantenselbstorganisationen (Förderer: AMIF und BAMF, 2011-2018).
  • Zeichen setzen!- Initiative Demokratie stärken (Für gemeinsame demokratische Werte und Toleranz bei Zuwanderinnen und Zuwanderern (Förderer: BMFSFJ, 2010-2013).
  • ÖkoCan – MigrantInnen engagieren sich für ihre Umwelt. (Förderer: Umweltbundesamt, 2010-2011).
  • MehrUnterNehmen – Nachhaltiges Wirtschaften im Alltag. (Förderer: Umweltbundesamt, 2013-2014).
  • Piro-Ausbildung und Fortbildung von Alevitischen Geistlichen (weiblich Ana/männlich Dede) sowie religiösem Personal (Dialogbeauftragte Multiplikatoren für interreligiösen Dialog/Arbeit). (Förderer: BAMF, 2013-2015)

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