Satzung

5. Gemäß des alevitischen Glaubens und der alevitischen Glaubenslehre akzeptiert die AABF die Wahrung der Rechte der Frauen als eines ihrer wichtigsten Prinzipien und setzt sich für die Gleichberechtigung der Frauen in der Gesellschaft ein. Entsprechend diesem Prinzip gilt bei hinreichender Verfügbarkeit von Kandidatinnen eine Frauenquote von 30% für Vorstände, Organe, Räte, Kommissionen und Landesverbände.

6. Die AABF bemüht sich um eine zeitgemäße Erziehung alevitischer Kinder und Jugendlicher im Sinne des alevitischen Glaubens, der Lehre und der Kultur. Sie setzt sich dafür ein, dass die Rechte von Kindern und Jugendlichen gestärkt werden und ihren alltäglichen natürlichen Bedürfnissen entsprochen wird. Die AABF unterstützt, dass Kinder und Jugendliche eine wissenschaftliche Erziehung bekommen, die sie zur Wahrung der Menschenrechte, zur Verteidigung der Meinungs- und Glaubensfreiheit, zur Offenheit gegenüber Innovation und Fortschritt, zur Produktivität und Kreativität befähigt, wodurch sie der Gesellschaft, in der sie leben, einen positiven Entwicklungsbeitrag leisten können.

7. Die AABF bekennt sich zu der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der BRD und den Gesetzen in Deutschland, soweit sie universellen Menschenrechten nicht widersprechen. Sie bekennt sich insbesondere zur unantastbaren Würde des Menschen. Sie begrüßt die Gewährleistung der Meinungsfreiheit und die Gewährleistung umfassender Glaubensfreiheit unter Beachtung der strikten Neutralität des Staates.

8. Die AABF fördert karitative Tätigkeiten. Insbesondere betätigt sie sich im Bereich der Seniorenbetreuung bzw. Alten- und Krankenpflege, Kindererziehung, Jugend- und Frauenarbeit und Fürsorge für bedürftige Menschen wie Obdachlose und benachteiligte Gruppen. Die AABF kann soziale Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Krankenhäuser und Altenpflegeheime eröffnen. Zu dem bemüht sie sich, humanitäre Hilfe zu leisten in Einrichtungen wie Justizvollzugsanstalten und Krankenhäuser, wie beispielsweise Seelsorge.

9. Die AABF akzeptiert, dass Kunst, Kultur und die Wissenschaft voneinander nicht getrennt werden können und unverzichtbar sind. Sie arbeitet mit nationalen wie internationalen und staatlichen sowie nichtstaatlichen Organisationen zusammen, um das Bewusstsein der Menschen zur Notwendigkeit des Umwelt- und Naturschutzes zu fördern. Die AABF fördert auch sportliche Zwecke.

10. Die AABF setzt ihre Ziele u. a. dadurch um, dass sie Konferenzen, Kurse, Seminare, Podiumsdiskussionen, Pressekonferenzen veranstaltet und Publikationen herausgibt. Sie unterstützt auch Fernseh- und Radioanstalten sowie Verlage, die dem Zweck der AABF entsprechende Sendungen machen und Publikationen herausgeben.

11. Die AABF gründet ihren Satzungszwecken entsprechend Bildungs- und Sozialwerke sowie Stiftungen, und unterstütz ebenso die Gründung von solchen Institutionen. Sie hilft ihren Mitgliedern bei der Lösung von Problemen, die im Zusammenhang mit Bestattungen auftreten.

12. Die AABF unterhält in der Türkei, in Europa und in anderen Ländern zu Vertretern und Institutionen alevitischer Vereinigungen freundschaftliche sowie kooperative Beziehungen.

13. Die AABF unterstützt Bemühungen, dass der alevitische Glaube in der Türkei durch die Verleihung einer gesicherten verfassungsrechtlichen Stellung Anerkennung findet.

14. Die AABF tritt anderen Organisationen bei, die den Zielen der AABF entsprechen.

Die gesamte Fassung der Satzung können Sie hier herunterladen.

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