Alevitische Geschichte

1511
Beginn des Aufstandes von Schah Kulu.

1514
Schlacht zwischen Osmanen und Safaviden bei Tschaldiran. Schah İsmail zieht sich geschlagen zurück.

1519
Yemini schreibt die berühmte „Faziletname“.

1527
Hinrichtung von Kalender Tschelebi.

1590
Der Dichter Pir Sultan Abdal wird auf Befehl von Hızır Paşa, des damaligen Statthalters von Sivas, hingerichtet. Durch seine Gedichte, die er in der Sprache des (einfachen) Volkes verfasste, genießt Pir Sultan Abdal, der ebenfalls zu den sieben Heiligen Dichtern zählt, heute noch großes Ansehen bei Alevitinnen und Aleviten.

1772
Dichter Dertli wird geboren.

1807
Dichter Seyrani wird geboren.

1826
Auflösung des Janitscharen-Korps. Damit geht auch die Bekämpfung des Bektaschi-Geistlichen Trägers einher.

1827
Hamdullah Çelebi, Nachfahre Hadschi Bektasch Velis und Ordensvorsteher, wird ins Exil nach Amasya verbannt. Anschließend erfolgt die Beförderung des Nakschibendi-Scheichs in das Haus des Pir, des Vorstehers der bektaschitischen Anhängerschaft.

1893
Der alevitische Dichter und Sänger Aşık Veysel wird in Sivas geboren. Trotz Erblindung seit seinem 7. Lebensjahr hat Aşık Veysel die Liebe zu Gott und Natur hervorragend beschrieben. Er stirbt im Jahr 1973 und hinterlässt zahlreiche Gedichte und Lieder, die in der Türkei Anerkennung breitester Kreise gefunden haben.

1919
Atatürk besucht das Haus des Pir Bektasch Veli in Hacibektasch südlich von Ankara.

1924
Aufhebung des Kalifats und Einrichtung des Amtes für religiöse Angelegenheiten. Alevitinnen und Aleviten werden von dieser Institution nicht berücksichtigt.

1925
Schließung von religiösen Orden und Klöstern. Als Folge setzten die Aktivitäten des Bektaschi-Ordens aus.

1928
Der Gebetsruf vom Minarett durch den Muezzin wird auf Türkisch abgehalten.

1950
Aufhebung des Verbots, den Gebetsruf auf Arabisch zu halten.

1953
Gründung des ersten Bektaschi-Klosters in den USA.

1956
Halil Öztoprak veröffentlicht sein Buch mit dem Titel „Der verborgene Sinn des Korans und die Wahrheit in der Geschichte“, das heftige Diskussionen in der Türkei auslöste.

1957
Buyruk wird im türkischen Alphabet gedruckt.

1960
Der verfassungsgebende Rat nimmt seine Arbeiten auf, um die Verfassung von 1923 neu zu fassen. Alevitische Studierende stellen die Forderung auf, dass auch Alevitinnen und Aleviten durch das „Präsidium für religiöse Angelegenheiten“ vertreten werden.

1963
Gründung des Hadschi Bektasch Veli-Vereins. Im großen Kino von Ankara wird zum ersten Mal ein für alle offener Cem abgehalten.

1964
Das Kloster von Hadschi Bektasch-i Veli wird als Museum wiedereröffnet.

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